Insekten des Jahres 2014


Goldschildfliege

Goldschildfliege (Phasia aurigera) ist Insekt des Jahres

Vom Kuratorium zum „Insekt des Jahres 2014“ wurde die Goldschildfliege gewählt. Das Insekt hat den typischen Körperbau einer Fliege, männliche Tiere sind jedoch relativ bunt. Die Augen sind rot, der Körper trägt golden glänzende Härchen, die Flügel sind gelb-braun getönt. Die Weibchen sind unauffällig schwarz gezeichnet. Die etwa ein Zentimeter große Art ist sehr wärmeliebend und hat sich in den letzten Jahren bis nach Dänemark ausgebreitet. In der Gattung gibt es einige sehr ähnliche Arten, die zum Teil nur mit dem Mikroskop zu unterscheiden sind. Die Fliege parasitiert Wanzenarten. Das Weibchen injiziert Eier in das Innere von Wanzen. Die Larve frisst die Wanze auf und überwintert auch in der Wanze. Das erwachsene Insekt lebt nur wenige Wochen im Sommer. Mehr zum Insekt des Jahres

Wolfsmilchschwärmer

Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae) ist Schmetterling des Jahres

Vom BUND Nordrhein-Westfalens Naturschutzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen wurde der Wolfsmilchschwärmer zum „Schmetterling des Jahres 2014“ gekürt. Er ist ein etwa 7 bis 8 Zentimeter großer Nachtfalter, der bei uns recht selten geworden ist. Die Ursache dafür ist der Rückgang der Futterpflanze Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias). Der graugrüne Falter fliegt nur kurz nach dem Dunkelwerden. Der Schmetterling ist wie seine Futterpflanze wärmeliebend und kommt auf mageren Wiesen, aber auch in Kiesgruben oder auf „Ödland“ vor, sofern er dort seine Futterpflanze findet. Die Falter fliegen von Mitte Mai bis Juli und manchmal noch einmal von August bis Mitte September aus. Die ebenfalls etwa acht Zentimeter großen Raupen findet man von Juli bis September an ihren Futterpflanzen. Mehr zum Schmetterling des Jahres

Kleine Moosjungfer

Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) ist Libelle des Jahres

Der BUND und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) haben die Kleine Moosjungfer zur „Libelle des Jahres 2014“ gewählt. Diese markante Großlibelle ist auf Moor-Lebensräume spezialisiert und daher bei uns stark gefährdet. Sie ist von Mai bis August auf Insektenjagd in den Mooren unterwegs. Die dunkel gefärbte Libelle ist auf Körper und Hinterleib gelb-rot gefleckt. Die Eier werden im sauren Moorwasser an Torfmoos gelegt. Aufgrund der Nahrungsknappheit und des kühlen „Moorklimas“ benötigt die Larve im Wasser bis zu drei Jahre zum Schlupf. Mehr zur Libelle des Jahres

Garten-Wollbiene

Die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) ist Wildbiene des Jahres

Das "Kuratorium Wildbiene des Jahres" hat die Garten-Wollbiene zur Wildbiene des Jahres auserkoren. Die wespenähnlich gefärbte Wollbiene ist relativ oft auf naturnahen Flächen in Gärten und Parks zu finden, kommt aber auch am Eisenbahndamm sowie in stillgelegten Kies- oder Sandgruben vor. Die Weibchen legen ihre Nester in verschiedensten Hohlräumen unter Steinen, in Bohrlöchern von Holzkäfern oder ähnlichem an. Der Name ist Indiz dafür, dass Pflanzenhaare als Baumaterial verwendet werden. Beim Blütenbesuch bevorzugt das Weibchen Schmetterlings- und Lippenblütler. Die etwa 10 bis 15 Millimeter große Wollbiene fliegt im Sommer. Mehr zur Wildbiene des Jahres

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Kontakt

Brauner Bär

Thüringer Entomologenverband
Andreas Kopetz
Im Semmichbache 14
OT Eischleben
99334 Amt Wachsenburg
Tel.: 03628-5276102
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