Insekten des Jahres 2015


Silbergrüner Bläuling

Der Silbergrüner Bläuling (Polyommatus coridon) ist Insekt des Jahres

Vom Kuratorium zum „Insekt des Jahres 2015“ wurde der Silbergrüne Bläuling gewählt. Der Tagfalter besiedelt offene, trockene und sonnige Lebensräume. Trotz Rückgangs solcher Biotope ist er dort meist noch häufig und in großen Individuenzahlen anzutreffen. Die Männchen leuchten blaugrau, während die Weibchen eher unscheinbar graubraun gefärbt sind. Unterscheidungsmerkmale zu verwandten Bläulingen findet man auf der Unterseite. Die grünen Raupen tragen auf beiden Seiten des Rückens gelbe Fleckreihen und ernähren sich überwiegend von Schmetterlingsblütlern, wie dem Gewöhnlichem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa). Wie andere Bläulingen auch, leben die Raupen des Silbergrünen Bläulings in Symbiose mit Ameisen. Sie sondern Lockstoffe ab, die die Ameisen anlocken. Bei Berührung durch Ameisenfühler wird durch einen Spalt am Rücken des siebten Hinterleibssegmentes ein süßes Sekret ausgeschieden, das die Ameisen fressen. Der Schmetterling ist gesetzlich geschützt und ist nicht auf der Roten Liste Deutschlands bzw. Thüringens verzeichnet.
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Rotes Ordensband

Das Rotes Ordensband (Catocala nupta) ist Schmetterling des Jahres

Die BUND NRW Naturschutzstiftung und die Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen haben das Rote Ordensband zum „Schmetterling des Jahres 2015“ gekürt. Die Vorderflügel des Nachtfalters und auch die Raupe zeigen graue Muster, die den Falter und auch die Raupe auf Baumrinde oder Ästen unsichtbar machen. Die auffallend leuchtend rot-schwarz gefärbten Hinterflügel zeigt er bei Störungen. Die Raupen fressen an Weiden- und Pappelblättern. Als natürliche Lebensräume des Schmetterlings gelten die Auwälder der Flüsse und Bäche, sowie feuchte Laub- und Mischwälder, in denen Weiden und Pappeln häufig vorkommen. Er ist auch in Parks und Gärten anzutreffen, in welchen die Futter-Bäume wachsen. Mit dem Verschwinden der feuchten Wälder ist auch der Lebensraum des Falters in vielen Gegenden Deutschlands fast unbemerkt beschnitten worden. Der Schmetterling ist gesetzlich geschützt, steht nicht auf der Roten Liste Deutschlands bzw. Thüringens.
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Gefleckte Heidelibelle

Die Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum) ist Libelle des Jahres

Der BUND und die Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) haben die Gefleckte Heidelibelle zur „Libelle des Jahres 2015“ gewählt. Die Großlibelle ist mit einer Flügelspannweite von fünf bis sechs Zentimetern recht ansehnlich und von ähnlichen Heidelibellen an den gelb-bräunlichen Basalflecken auf den Hinterflügeln leicht zu unterscheiden. Während der weibliche Thorax eher unscheinbar gelb-bräunlich gefärbt ist, leuchtet der Hinterleib der Männchen bei höheren Temperaturen auffallend rot. Die Larven findet man im flachen Uferbereich ihrer Reproduktionsgewässer in wenigen Zentimetern Tiefe. Diese Gewässer sollten starke Wasserstandsschwankungen und flache Uferbereiche haben. Mit dem Verschwinden durch Trockenlegung oder Melioration derartiger Gewässer sind auch Bestände dieser Libellenart im Rückgang begriffen.
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Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea) ist Wildbiene des Jahres

Das "Kuratorium Wildbiene des Jahres" hat die Zaunrüben-Sandbiene zur Wildbiene des Jahres auserkoren. Sie ist beim Blütenbesuch extrem wählerisch. Die Weibchen sammeln den Pollen für die Nester ausschließlich an den Blüten der Zaunrübe (Bryonia spec.). Die bei uns häufigste Art ist die Zweihäusige Zaunrübe (Bryonia dioica). Die Zaunrüben-Sandbiene ist (meist!) überall dort zu finden, wo der Futterpflanze an Zäunen oder im Gebüsch genug Raum gegeben wird. Die Ranken der Zaunrübe verdienen mit ihren hübschen Blüten und den leuchtenden Früchten unsere Wertschätzung und sollten NICHT als „Unkraut“ bekämpft werden. Wie alle Sandbienen legt das Weibchen ihr Nest gut getarnt im Boden an. Der Nesteingang ist als kleines Loch an der Oberfläche zu sehen. In den Brutkammern der Sandbienen befinden sich Pollen- und Nektarvorräte, die die geschlüpfte Larve frisst. Erst im nächsten Jahr verlässt die erwachsene Biene das Nest. Diese Sandbienen-Art ist nicht häufig, jedoch noch regelmäßig an der Futterpflanze anzutreffen. Daher steht sie nicht auf Roten Listen, ist aber wie alle Wildbienen gesetzlich geschützt.
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Kontakt

Brauner Bär

Thüringer Entomologenverband
Andreas Kopetz
Im Semmichbache 14
OT Eischleben
99334 Amt Wachsenburg
Tel.: 03628-5276102
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